HESSISCHER FLÜCHTLINGSRAT
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Gegenwehr 1/2003 - Auszüge

 
 

Kein Krieg mit Kindern

Erster Jahrestag des UN-Kindersoldaten-Abkommens

Am 12.2.2002 trat internationales Kindersoldaten-Abkommen in Kraft / Missbräuche haben aber zugenommen, vor allem in Asien und Afrika / ai fordert UN-Sicherheitsrat auf, konkrete Schritte zum Schutz von Kindern zu unternehmen.

Am 12. Februar vergangenen Jahres trat ein internationales Abkommen gegen Kindersoldaten in Kraft. Anlässlich dieses Datums erinnern amnesty international und andere Mitgliederorganisationen
der "Koalition gegen Kindersoldaten" daran, dass der Missbrauch von Kindern in bewaffneten Konflikten heute eher zu- als abnimmt.

"Kinder werden auch heute während bewaffneten Konflikten als Soldaten, als Träger, Späher oder Sexsklaven missbraucht", sagte Casey Kelso, Koordinator der Koalition gegen Kindersoldaten
(Coalition to Stop the Use of Child Soldiers). Obwohl seit einem Jahr ein internationales Abkommen gegen Kindersoldaten existiert, können Kinder weltweit auch heute nicht vor einem Schicksal als
Soldat sicher sein, sagte Casey Kelso.

Im Dezember 2002 gab Uno-Generalsekretär Kofi Annan in einem Bericht an den Sicherheitsrat die Namen von fünf Ländern bekannt, in denen Kindersoldaten rekrutiert werden: Afghanistan, Burundi, die Demokratische Republik Kongo (DRC), Liberia und Somalia. Aus dem Bericht ging weiter hervor, dass nicht nur bewaffnete Oppositions- gruppen, sondern auch die Regierungsarmeen von Burundi,
DRC und Liberia Kinder als Soldaten missbrauchen. Aber auch in Myanmar arbeiten laut der Koalition gegen Kindersoldaten ungefähr 70.000 bis zu 11 Jahre junge Kinder als Soldaten der Staatsarmee, während sich die Zahl der Kinder in kolumbianischen Paramilitärs und anderen Milizen auf 14.000 beläuft. Für Nepal geben verschiedene Quellen an, dass 30 Prozent der Militärs der Kommunistischen Partei Kinder sind. "Der Sicherheitsrat muss sich dazu verpflichten, konkrete
Aktionen gegen jene Länder zu unternehmen, die Kindersoldaten rekrutieren oder in denen Kinder als Soldaten missbraucht werden", sagte Casey Kelso.

Obwohl bisher 111 Länder das internationale Abkommen gegen Kindersoldaten unterzeichneten, haben sich nur 46 Länder mit dem dazugehörigen Fakultativprotokoll dazu verpflichtet, das Verbot
von Kindersoldaten in ihre Gesetzgebung aufzunehmen. Deshalb ruft ai anlässlich des ersten Jahrestages des Fakultativprotokolls alle Länder dazu auf, sich dem Einsatz gegen den Missbrauch von Kindern
als Soldaten anzuschließen.

Hintergrundinformation: Die "Coalition to Stop the Use of Child Soldiers" wurde 1998 gegründet. Zu ihren Gründungsmitgliedern gehören amnesty international, Human Rights Watch, terre des hommes
sowie zahlreiche andere Nichtregierungsorganisationen aus allen Erdteilen.

Pressemitteilung von amnesty international Deutschland 11.02.03

 

Förderung der freiwilligen Rückkehr
nach den Programmen REAG und GARP

Auszüge aus dem Erlass des HMI vom 4.2.2003, in dem Reag und Garp-Mittel für Rückkehrende aus der Bundesrepublik Jugoslawien, Minderheiten aus dem Kosovo und Flüchtlinge aus Afghanistan geregelt sind:
Bundesrepublik Jugoslawien, Kosovo-Minderheiten und Flüchtlinge aus Afghanistan
erhalten vom 01.01.2003 bis 30.09.2003 eine besondere Starthilfe über REAG und GARP zuzüglich zum Rückkehrticket:
500,-€ pro Erw. und Jugendliche ab 13. Jahre
250,-€ für Kinder
max. Förderung pro Fam.. 1500,-€
Förderung ab dem 01.10.2003:
300,-€ pro erwachsener und Jugendliche ab 13. Jahre
150,-€ für Kinder
max. Förderung pro Fam. 900,-€
REAG und GARP für Kosovaren, die nicht zu einer Minderheitengruppe gehören:
250,- € pro Erw.
125,- € pro Kind
max. Förderung pro Fam. 750,-€

Alle Beträge werden über das örtliche Sozialamt beantragt und hier ausgezahlt.

Christa Künzel

 

 





 

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