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Inhaltsverzeichnis
In eigener Sache
Neues aus dem Büro
Netzwerk Spezialgebiete
Beitrittserklärung
Aktuelles
Abschiebestopp für Flüchtlinge aus Burma/Myanmar
iaf Hessen vor dem Aus!
"Sichere Zukunft"
Kirchen sind empört über Rausschmiss
RechtsanwältInnen für den Erhalt des Flughafensozialdienstes
Presseerklärung des hfr zur Schließung d. Flughafensozialdienstes
Protest gegen Trennung von Asyl suchender Mutter und Kind
Land will Unterkunft für Flüchtlinge schließen
Presseerklärung der Evang. Kirchengemeinde Wallau/Weifenbach
Noch eine Chance hier zu bleiben?
Abschiebung nach Jahren?
Was können wir tun, um die Freunde wiederzuholen?
Offener Brief des Hessischen Flüchtlingsrates
Bleiberechtkampagne in Hessen
Gesetze, Urteile, Erlasse
Zur Rückführung afghanischer Staatsangehöriger
Von Anfang bis Ende rechtswidrig
Inländische Fluchtalternative
Deutschland kein sicherer Drittstaat für Traumatisierte
Bezeichnung des Zielstaates einer Abschiebung
Weitere Urteile
Hintergrundberichte
Der Staat will Härte zeigen
ai-Bericht Burma / Myanmar
Extremisten nutzen das politische Vakuum
Schily will mehr Minderheitenangehörige nach Kosovo abschieben
Kleine Anfrage von Bündnis/Die Grünen zur Abschiebungshaft
in Hessen
Initiativen vor Ort / Film- und Büchertipps
Kontaktkreis Asyl feiert sein zehnjähriges Bestehen
Offener Brief des Arbeitskreises Friedrichsdorf
Interessierte informieren sich über die Arbeit des Flüchtlingsrates
Flüchtlingsberatung Diakonisches Werk Eschwege/Witzenhausen
Filmtipps
Büchertipps
iaf Hessen vor dem Aus!
Landesmittel für den Verband binationaler Familien und Partnerschaften,
iaf e.V. Hessen komplett gestrichen
Die interkulturelle Arbeit der Landesgruppe Hessen des Verbandes
binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. fällt der
Kürzungspolitik der hessischen Landesregierung zum Opfer. Der
Verband ist die einzige Interessenvertretung für binationale
Familien und Paare hessen-weit. "Damit wird eine Infrastruktur
in Hessen zerstört, die über Jahrzehnte vor allem durch
ehrenamtliches Engagement aufgebaut wurde, und die nicht wieder
herstellbar ist", so Landesvorsitzende Thea Lochmann.
Die komplette Streichung der seit 1985 jährlich bewilligten
Landeszuschüsse hat die Schließung der Anlaufstellen
für binationale Familien und Paare in Kassel und Gießen
zur Folge, möglicherweise auch in Darmstadt, und außerdem
die Aufgabe der Landesgeschäftsstelle in Frankfurt. Hier werden
die vielfältigen Angebote des Verbandes koordiniert und die
Vernetzung mit anderen Organisationen sowie Institutionen hergestellt.
Hessenweit wurde in den fast 20 Jahren mit geringen finanziellen
Landesmitteln eine Palette an interkulturellen Angeboten aufgebaut,
die schwerpunktmäßig von binationalen Paaren und Familien
angenommen werden.
Vorwiegend Ehrenamtliche engagieren sich, informieren über
interkulturelles Zusammenleben, Erziehung und Mehrsprachigkeit,
vermitteln Kontakte für Eltern und Kinder, gewährleisten
Informations- und Erfahrungsaustausch und bieten Beratung und Unterstützung
an, um nur einige Aktivitäten zu nennen. Allein im Jahr 2002
nahmen gut 3.000 Menschen in Hessen die Beratung des Verbandes in
Anspruch. Die Tendenz ist steigend, da die Personengruppe der Binationalen
stetig größer wird.
"Es ist uns daher unverständlich, dass die hessische Landesregierung,
die sich das Thema Integration auf ihre Fahne schreibt, gewachsene
Strukturen zerstört, in denen integrative Maßnahmen stattfinden",
erläutert Landesgeschäftsführerin Jutta Janzen. "Unserer
Arbeit wird damit der Boden entzogen. Wohin sollen sich zukünftig
binationale Paare und Familien in den hessischen Regionen wenden,
wenn die bestehenden Anlaufstellen unseres Verbandes vernichtet
sind?"
Denn eines ist klar: Die Mieten für die Treffpunkte in den
genannten Kommunen, die Aufwendungen für die Mitarbeiterinnen
in Gießen und Kassel und die Gehaltszahlungen für die
Kollegin in der Landesgeschäftsstelle in Frankfurt sind ohne
Landeszuschüsse nicht aufzubringen
Pressemitteilung 17. September 2003; Jutta Janzen, Verband binationaler
Familien und Partnerschaften, iaf e.V. Hessen, Ludolfusstr. 2-4,
60431 Frankfurt, Ruf 069 / 713 756 14, eMail iaf.hessen@t-online.de
"Sichere Zukunft"
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
fast 50.000 Menschen protestierten am Dienstag in Wiesbaden gegen
das Sparpaket ,,SICHERE ZUKUNFT". Nicht nur Gewerkschaftskolleginnen
und Kollegen beteiligten sich an der Kundgebung, sondern auch Menschen
aus vielen Gesellschaftsgruppen: Schüler, Studen-ten, Lehrer,
Professoren, Förster; Waldarbeiter, Polizisten, Feuerwehrleute,
Autonome, Spontis, Sozialarbeiter, Erzieher von Wohlfahrtsverbänden
und freien sozialen Einrichtungen.
Bei allen sicherlich unterschiedlich politischen Einstellungen waren
sie sich einig, die beab-sichtigten Kürzungen dürfen nicht
einseitig zu Lasten der Schwächsten in dieser Gesellschaft
durchgeführt werden. Und hier setzt das ein, was ich eigentlich
sagen will. Wir leben in einer
Gemeinschaft oder besser gesagt in einer Solidargemeinschaft. Ja,
Solidarität, das ist mein Stichwort. Wir sollten diesen Wert
wieder in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns stellen.
Ich glaube diese Gesellschaft kann nur friedlich zusammenleben,
wenn es uns gelingt, Rand-gruppen und Menschen in Not zu unterstützen,
ihnen ,,Sicherheit" zu geben. Dies ist Aufgabe der sozialen
Arbeit und sollte nicht durch ordnungspolitische Maßnahmen
ersetzt werden. Aber genau dies würde letztlich bei der sogenannten
,,Operation sichere Zukunft" passieren. Unabhängig vom
Sinn dieser Maßnahme wären die Folgekosten für die
Volkswirtschaft mittelfristig wesentlich höher.
Wir sollten jetzt jedoch nicht auf die einfachste Variante zurückgreifen
und personifizierte Sündenböcke suchen. Es müssen
die Reichen und Superreichen, die Konzerne ihren Beitrag zum Gemeinwesen
leisten. ,,Legalen Steuertricks und illegaler Steuerhinterziehung"
muss ein Riegel vorgeschoben werden. Gemeinschaft muss wieder einen
Wert darstellen, das sollte bedeuten, dass der Stärkere den
Schwächeren stützt und der Beitrag zum Erhalt der Gemeinschaft
sich nach der finanziellen Leistungsfähigkeit richtet und nicht
umgekehrt. Sollten die Sparbeschlüsse so umgesetzt werden,
bitte ich Sie, Herr Landrat, auch Protestformen wie Arbeitsniederlegungen
zu unterstützen.
Ich danke für die Aufmerksamkeit.
Rede von Georg Hesse am 20.11.03, Sprecher des Hessischen Flüchtingsrats
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